Overnighter am Big Blue – Thomas Rechenbach

Die letzten Feiertage liegen nun hinter uns und der Sommer steht vor der Tür. Trotz der Einschränkungen durch Corona zieht es die Leute halt ans Wasser. Klar, wo sollen sie auch sonst hin. 

Mein Zeitfenster in diesem Frühsommer war eng gestrickt. Zwar hatte ich vier Wochen Elternzeit, aber viel Zeit zum angeln blieb nicht. Zwischen Haushalt, Frau und Kindergarten-Eingewöhnung von meiner Tochter blieb meist nur eine schnelle Nacht pro Woche.
Irgendwo schnell mit dem Auto ran fahren fiel dank der anderen Jungs aus.Also doch ein bisschen mehr Arbeit machen war die Devise. Boot aufs Dach, Batterie und Motor in den Kofferraum und los geht’s.

Ein Stausee mit gut 100 ha war das Ziel. 35-40 Minuten mit dem Boot übersetzen und schon war ich an meinem auserwählten Platz mitten im Dickicht. Vorbereitet habe ich auf Grund der hiesigen Lage nix. Eine schnelle Nacht Instant zu fischen war der Plan.

Kleine Löcher im Kraut waren schnell gefunden und mit je gut einer Hand voll Murmeln präpariert. Eine Rute mit einem auffälligen Poppi (ein selbst zusammengestellter aus dem Pop Up Konfigurator) und eine mit unauffälligem Bodenköder. In diesem Fall der GLM+ Boilie.

Bis zum Sonnenuntergang blieb es ruhig bis auf 2 Badeboote die meinten vor meinen Rutenspitzen wäre ein prima Platz zum Sonnen und Bier saufen.Ich werde das wohl nie verstehen, 100ha Platz aber vor meiner Angelstelle wird Party gemacht.

Abendstimmung am „großen Blauen“.

Ein kleines Abendessen und ein kühles Bier, der Abend war gerettet. Ein Fisch würde mir reichen, nur einer. Mit diesen Gedanken fallen mir auch die Augen zu.
Aber nur kurz.Ca. Um 3 Uhr pfeift meine rechte Rute ab. Kurz Kontakt und mit Ansage fest im Kraut. Fast eine Stunde habe in der Dunkelheit auf meinem Boot zugebracht um den Burschen aus dem Kraut zu operieren. Mit Erfolg. Etwas über 15 kg hat das Tierchen.  Der Terminator Haken am neuen Hit-Link Vorfach sitzt bombenfest in der Unterlippe. Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert.

Ich packe den Burschen kurz in die Sling. Der Sonnenaufgang kündigt sich bereits an. An Schlaf war bei mir nicht mehr zu denken. Gegen halb 5 sitze ich mit einer Tasse Kaffee am Ufer,genieße den Sonnenaufgang und programmiere meine Kamera.

Es konnte den GLM+ Boilies nicht widerstehen. Ein Top Köder für nahrungsreiche Naturseen.

4-5 schnelle Bilder und mein Kumpel darf wieder schwimmen. Absolut tiefenentspannt packe ich meine 7 Sachen und fahre mit meinem Boot dem Parkplatz entgegen. Besser konnten die letzten Stunden nicht laufen.

In diesem Sinne, nutzt jede Minute.

 Thomas Rechenbach

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